Personalie - Klaus Kirschner


 

Klaus Kirschner:
Einsatz für Patientenrechte
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 27 vom 07.07.2006, Seite A-1920 / B-1648 / C-1592
VARIA: Personalien

 

 

 

Klaus Kirschner setzt sich gern für etwas ein – sei es für die Politik, insbesondere die Gesundheitspolitik, sei es für diejenigen, auf die sich die Gesundheitspolitik auswirkt: die Patienten. Während das Engagement des gebürtigen Schwaben bis vor einem Jahr in erster Linie der Gesundheitspolitik galt, konzentriert sich der überzeugte Sozialdemokrat neuerdings auf die Rechte der Patienten – als Vorstandsmitglied der 2003 gegründeten Alexandra-Lang-Stiftung mit Sitz in Worms.
Noch während Kirschners Zeit als gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion bat die Gründerin der Stiftung, Ilse Lang, den heute 64-Jährigen um seine Unterstützung. Ihre Tochter Alexandra war im Alter von 30 Jahren innerhalb kürzester Zeit an septischem Multiorganversagen gestorben, dem eine Infusionsbehandlung mit einer Kochsalzlösung vorausgegangen war. „Massive Schwierigkeiten bei der Aufklärung des Falls haben Frau Lang dazu veranlasst, diese Stiftung ins Leben zu rufen“, berichtet Kirschner. Ziel der gemeinnützigen Organisation ist es, Betroffenen von ärztlichen Behandlungsfehlern zu helfen, Gutachter und auf Medizinschadensrecht spezialisierte Anwälte zu finden. Kirschners Kontakte zu Krankenkassen, Juristen und Politikern aus seiner Zeit als Versichertenvertreter der AOK für den Kreis Rottweil oder aus seiner Zeit als Obmann der SPD-Bundestagsfraktion sind dabei sehr hilfreich.
So wenig Aufsehen Klaus Kirschner im vergangenen Jahr um seinen Rückzug aus dem Bundestag und der Gesundheitspolitik gemacht hat, so wenig Aufsehen möchten er und seine Mitstreiter – nicht zuletzt aus Kapazitätsgründen – auch um die Stiftung machen: im Internet sucht man sie daher vergebens. Martina Merten

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